Burg Simontornya
in German - németül

Die Geshichte der Burg

Im Überschwemmungsgebiet des Flusses Sió, dort, wo die sümpfige Ebene ins Hügelland übergeht, wurde in den 1270-er Jahren die Burg von Simontornya erbaut.

Sie wurde nach dem Landesrichter Simon, dem Erbauer der ersten Burg Benannt. Diese frühe Burg bestand aus dem bis auf heute erhaltenen Palast, einem, in nordöstlicher Richtung angeschlossenen Turm, und Burgmauern um den heutigen Burghof. Der einstige Turm der Namensgebers besteht nicht mehr, nur seine etwa 2 Meter dicken Grundmauern sind im Keller sichtbar. Die Burg hat - infolge von Kauf, Tausch, Rechtsstreitigkeiten oder Kampfhandlungen – des öfteren ihre Herren gewechselt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ging sie in die Hände der Familie Laczkfi über, die Simontonya fast ein halbes Jahrhundert lang bewohnte und zu einem der wichtigsten Gutszentren Ungarns ausbaute. Später kam sie an die Familie Garai, zu deren Zeit die Burg erweitert wurde. Die Reste der äußeren Umfassungsmauer sind, wenn auch sehr verfallen, selbst heute sichtbar.

Als die Familia Garai ausgestorben war, kam die Burg an die königliche Familie. Dann um 1500 ging die Burg in den Besitz von Mózes Buzlay Gergellaki über, der ein gebildeter Diplomat war. Er hat Simontornya zu einem hochadeligen Sitz im Sinne der italienischen Renaissance ausgebaut. Diese Zeit war die Glanzperiode der Burg.

An den Bauarbeiten beteiligten sich die Meister der königlichen Burg von Buda: sie erbauten den Torturm, den Donjon und das neue Block des Treppenhauses. Der Schloßtrakt wurde umgebaut, aufgestockt und der gesamten Hofseite entlang mit einer Arkadenloggia erweitert. In dem Nordflügel hat man eine spätgotische Kapelle errichtet. Die Türe, Kamine und Wappen der Bauwerkes wurden mit hauchfeinen Renaissanceplastiken verziert.

Nach dem Tode von Buzlay gelangte das Schloß bald in türkische Hände und war fast 150 Jahre lang - bis 1686 - der Sitz des Sandschaks (Komitats) Simontornya. Nach der Türkenzeit wurde die Burg wesentlich umgebaut und wegen des Rákóczi-Freiheitskampfes fortifiziert. Während des Befestigungsarbeiten büßte sie viel an ihre einstige Schönheit ein. Im Renaissancedonjon wurden Kanonen aufgestellt, die Fenstern zu Schießscharten umgestaltet, die Kamine und Loggien hat man abgetragen und aus den feinen Plastiken Kalk gebrannt. Bis 1717 waren österreichische, später italienische Truppen in der Burg stationiert. Die neuen Besitzer, die Grafen Styrum Lymburg bewohnten sie bis Mitte des 18. Jahrhunderts. Nachher erbauten sie ein neues Schloß im Dorf, die Burg funktionierte als Getreidespeicher. Die Freilegung und Wiederherstellung der mittelalterlichen und Renaissance- Elemente erfolgte zwischen 1964-1975.

Wir betreten die Burg durch die Wachtstube im Erdgeschoß des Torturmes. Der einfache Kamin wurde aus erhaltenen Fragmenten rekonstruiert. An der Ostseite des Burghofes erhebt sich der wiederhergestellte Teil der einstigen Renaissanceloggia. Im Erdgeschoß des Schloßtraktes kann die ständige Ausstellung über die Geschichte der Burg besichtigt werden. In dem Schutzbau des Nordflügels sind die Überreste des einstigen Rittersaales das Lapidarium und die Ausstellung über die Rekonstruktion untergebracht. Im Obergeschoß des Torturmes steht der schönste Kamin der Burg, der in ganz Ungarn ohnegleichen ist.

Der große, von Renaissance-Kreuzfenstern beleuchtete Saal im Obergeschoß des Schloßtraktes war in der Renaissancezeit noch in drei Teile geteilt. In diesem imposanten Raum wird die Ausstellung "Adelige Ahnengalerien im Komitat Tolna" gezeigt. Den Großteil der Sammlung bilden Porträts aus mittel- und hochadeligen Familiengalerien des 18-19. Jahrhunderts. Insbesondere nennenswert sind die von János Mertz gemalten, fein kolorierten Porträts der Familie Apponyi, die herausragenden Schöpfungen ungarischer Ahnengalerien des 18. Jahrhunderts. Das älteste Bild datiert aus 1746. Die Räume im 2. Stock des Donjons und des Torturmes beherbergen temporäre Ausstellungen und Veranstaltungen.

Adres: Burg 7081 Simontornya Vár tér 10.

Direktor: Maria Takács Endreffy

Tel/fax.: 00 36/ 74- 486 354 

Email: varmuzeum@freemail.hu

Geöffnet: von 1. April bis 31. September

Von 10 bis 1 Uhr

Und von 2 bis 5 Uhr

Geschlossen am Montag

von 1. October bis 31. März

von 10 bis 4 Uhr

Geschlossen am Sonntag und Montag

        






Cím - Address:
Vár tér 10.
7081 - Simontornya

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+36 (74) 486-354

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